Garnison Ulm

Die vier im Jahr 1951 im württembergischen Ulm an der Donau konfiszierten Kasernen gab die US-Armee bereits Ende der 1950er-Jahre (Boelcke-, Bleidorn- und Flandern-Kaserne) beziehungsweise Mitte der 1960er-Jahre (Hindenburg-Kaserne/Ford Barracks) an die Bundeswehr zurück. Diese wurde 1955 ins Leben gerufen. Im Gegenzug bauten die GIs ihre Garnison im bayerischen Neu-Ulm mit weiteren Versorgungseinrichtungen und neuen Wohnungen aus. Housing-Areas entstanden in unmittelbarer Nachbarschaft der Ford Barracks in Ulm und im Stadtteil Vorfeld in Neu-Ulm.

Bleidorn-Kaserne

Bleidorn-Kaserne

 

Heute noch von der Bundeswehr genutzt

 

Die Kaserne in der Westerlinger Straße wurde im Jahr 1916 als Kuhberg-Kaserne gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die US-Armee von 1951 bis 1958 die militärische Liegenschaft. Seit der Räumung ist dort bis heute die Bundeswehr präsent. Unter anderem waren dort auch das Artillerie-, das Pionier- sowie das Fernmeldommando 2 stationiert. Nach der derzeitigen Planung wird die Bleidorn-Kaserne in Ulm im Jahr 2023 geschlossen.

Boelcke-Kaserne

 

Kaserne existiert nicht mehr

 

Die Kaserne an der Römerstraße wurde 1935 gebaut. Am 14. November 1951 trafen dort die ersten 600 US-amerikanischen Soldaten ein. Die US-Armee nutzte bis Ende 1959 das militärische Areal. Danach waren dort unter anderem folgende Verbände der Bundeswehr stationiert: die Fernmelderegimenter 31 und 32 sowie das Flugabwehrkommando 2. Ende 1993 wurde die Kaserne ausgemustert und später abgerissen. Ein Gebäude existiert noch, dort ist heute ein Revier der Ulmer Polizei.

Boelcke-Kaserne
Hindenburg-Kaserne / Ford Barracks

Flandern-Kaserne

 

Kaserne ist heute Teil der Wilhelmsburg-Kaserne

 

Die Kaserne in der Stuttgarter Straße wurde im Jahr 1935 gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die US-Armee von 1951 bis 1960 die militärische Liegenschaft. Danach zog die Bundeswehr ein, die wenig später die Flandern-Kaserne in die benachbarte Wilhelmsburg-Kaserne integrierte. Heute ist dort das Multinationale Kommando Operative Führung stationiert, dem 13 Nationen angehören. Unter anderem ist dort auch die US-Armee mit einigen Soldaten präsent.

Hindenburg-Kaserne

Ford Barracks

 

Bundeswehr nutzt diese Kaserne nicht mehr

 

Die Kaserne an der Ecke Weinbergweg/Mähringer Weg wurde 1936 gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die US-amerikanische Armee von Ende 1951 bis Mitte 1965 die militärische Liegenschaft, die sie in Ford Barracks umtaufte. Danach zog die Bundeswehr ein, die in den Gebäuden verschiedene Verbände bis Herbst 2014 stationierte. Danach wurde die Kaserne teilweise abgerissen. Dort entsteht eine neue Wohnsiedlung.

Flandern-Kaserne  / Wilhelmsburg-Kaserne